Einfamilienhaus mit Ziegeldeckung und Solardachziegel
Die Solarziegel fügen sich harmonisch in das Gesamtbild der Dachdeckung ein. (Quelle: autarq)

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25. May 2022 | Teilen auf:

Glattziegel trifft PV

Von oben betrachtet ist ein Haus heute weit mehr als eine Unterkunft: Es ist smart, vernetzt, energieeffizient und fit für die Elektromobilität. Das Dachdeckerhandwerk erlebt diese dynamische Entwicklung hautnah mit und profitiert zunehmend von dem neuen Marktsegment energetisch intelligenter Dachziegel.

Häuser haben heute den Anspruch, klimafreundlich und komfortabel zu sein, mit einem schönen, funktionalen Dach, das die Energie gleich selbst produziert. Der PV-Ziegel-Hersteller autarq verwendet als Trägermaterial hochwertige Glattziegel beispielsweise von Creaton und Jacobi Walther und stellt daraus in Prenzlau (Brandenburg) Solardachziegel her. Der Ziegel behält alle seine bewährten Funktionen als Bedachungselement und produziert außerdem Strom. Damit reduziert der Hausbesitzer nicht nur seine Stromkosten, sondern erhält auch die Ästhetik seines Hauses. Die Module werden gemäß dem Stand der Technik in der Solarindustrie mit denselben bekannten und erprobten Materialien und Herstellungsprozessen gefertigt wie herkömmliche kristalline Solarmodule. In der Fertigung werden Ziegel und Solarmodul untrennbar zu einem Bauteil verbunden, Wasserführung und Regensicherheit bleiben komplett erhalten.

Vorgefertigte Kabelbäume sollen den Arbeitsablauf erleichtern und den Dachdecker beim Eindecken unterstützen. (Quelle: autarq)

Flexibel beim Eindecken

Ein entscheidender Vorteil der Solardachziegel ist laut Hersteller die Verschaltung, welche eine Anwendung ohne Elektrovorkenntnisse ermöglicht. Diese Eigenschaft ermöglicht es Dachdeckern, bei Planung und Installation der Solarziegel alle altbewährten Techniken und Arbeitsabläufe ihres Handwerks anzuwenden. Sämtliche Elektroarbeiten werden getrennt von der Eindeckung des Daches erledigt. Beim Eindecken der Dachziegel müssen diese lediglich in den vorinstallierten Kabelbaum eingesteckt werden. Dabei sind keine technischen Fehler möglich, und es treten auch keine gefährlichen Spannungen auf, so verspricht es der Hersteller. Für alle nicht solar genutzten Flächen werden die Ziegel des gleichen Typs verwendet, welche den Solarziegeln als Grundlage dienen, und daher problemlos gemeinsam verlegt werden können. Durch das Anstecken am vorgefertigten Kabelbaum dauert das Eindecken eines solchen Solarziegels gerade mal einen Handschlag länger als das Eindecken normaler Ziegel. Weitere Arbeiten seitens des Dachdeckers sind nicht erforderlich. Auch bei Reparaturarbeiten am Dach können die Ziegel wie normale Ziegel behandelt und betreten werden. Im Allgemeinen ist die Anlage wie jede Photovoltaikanlage wartungsfrei und verursacht keine laufenden Kosten, bis auf die Pflege, die die Fläche erhalten sollte, um maximal ertragreich zu sein.

Für das System gemacht

Für alle nicht solar genutzten Flächen sowie Sonderziegel für First, Grat, Ortgang, Lüfter etc. werden einfach die normalen Tonziegel des passenden Typs eingesetzt. Die Durchführung des Kabels auf der Rückseite des Solarziegels ist hinter der Glasscheibe und regensicher. Zu den Eigenschaften gehört auch, dass sie begehbar sind, allerdings sind die Glasoberflächen bei Feuchtigkeit rutschiger als normale Ziegel. Beim Anlegen einer Dachleiter sollte diese nicht direkt auf der Glasscheibe aufliegen, sondern an den Auflagepunkten gepolstert werden, z. B. durch Umwickeln mit Stoff. Bei diesem System merkt man erst bei genauer Betrachtung, dass es sich insgeheim um eine Photovoltaik-Anlage handelt. Dieser Aspekt spielt natürlich auch der Sturmsicherung zu, denn anstatt segelgleiche Anlagen auf dem Dach montiert zu haben, sind nun Ziegel verbaut, die nicht mehr Windfang darstellen als ein herkömmliches Dach.

www.autarq.com

zuletzt editiert am 25.05.2022