Kurpark in Bad Brückenau
Der Kurpark in Bad Brückenau bot eine schöne Kulisse für den 114. Landesverbandstag Bayern. (Quelle: DDH)

Markt

18. July 2022 | Teilen auf:

Next play statt „Ja, aber“

Bad Brückenau: Dass Energiesparen und -produzieren Chefsache ist, erfuhren die Bayerischen Dachdecker auf dem Landesverbandstag in Bad Brückenau. Ein Mentaltrainer berichtete aus eigener Erfahrung, warum es sich lohnt, auf die eigenen Stärken zu bauen, statt passiv zu lamentieren.

Timo Markert
Obermeister Timo Markert führte durch das Programm. (Quelle: DDH)

Konkurrenz im Solarmarkt

Mit der öffentlichen Kundgebung startete der Samstagmorgen. Der Obermeister der Dachdecker-Innung Unterfranken, Timo Markert, begrüßte die Gäste im Tagungsraum des Dorint Hotels, unter anderem ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk, SOKA-DACH-Vorstand Christian Schneider, Landesinnungsmeister Carsten Kirchhoff mit Geschäftsführerin Anke Maske und Schleswig-Holsteins Geschäftsführer Jan Jurascheck. Erste Grußworte kamen von Dirk Bollwerk, der – wie einige Teilnehmer auch – direkt aus Köln von der Messe DACH+HOLZ International anreisten.
„Energiesparen und Energie produzieren – das sind die Zukunftsthemen, die wir angehen müssen. Der Boom und die Nachfrage nach Photovoltaik kann zu einem neuen Berufsfeld führen. Es könnte sein, dass das in den kommenden Jahren auf uns zukommt. PV, Gründach: Damit müssen wir uns beschäftigen, Klimaschutz findet auf dem Dach statt“, betonte Bollwerk. Ein positives Fazit zur aktuell abgelaufenen Messe DACH+HOLZ International zog der Dachdeckermeister. „Vor allem die Start-Up Area mit ihren Angeboten war eine Bereicherung“, so Bollwerk.

Sebastian Wächter und Alexander Erk.
Mentaltrainer Sebastian Wächter (links) und Alexander Erk (Quelle: DDH)

Mangel an der Tagesordnung

Landesinnungsmeister A. Ewald Kreuzer bedankte sich zu Beginn seines Vortrags beim Team der gastgebenden Innung Unterfranken für die Organisation des 114. Landesverbandstages. „Vor ein paar Monaten hätten wir uns das alles nicht vorstellen können, dass uns Corona immer noch belastet. Leider ist auch der Mangelbegriff bei uns in allen Bereichen präsent: Mangel an Energie, an Nachwuchs, an Material, und jetzt kommen auch noch die Kraftfahrzeuge dazu“, fasste Kreuzer zusammen. Seine Empfehlung für die Mitgliedsbetriebe: „Gerade in Zeiten des Mangels und aufgeschobener Projekte müssen wir viel mit den Bauherren sprechen. Suchen Sie den Dialog mit den Auftraggebern und gehen nicht auf Konfrontation“, so Kreuzer.

Abschließend betonte der Landesinnungsmeister, dass die Dachdecker ihr ganzes Berufsfeld ausschöpfen sollten, um zukunftsfähig zu bleiben. „Es kann nicht sein, dass wir uns von Landschaftsgärtnern das Gründach wegnehmen lassen, Biodiversität ist in aller Munde, das müssen wir in die Praxis überführen“, so Kreuzer.

Judith Gerlach
Staatsministerin Judith Gerlach berichtete über den Stand der Digitalisierung in Bayern. (Quelle: DDH)

Genehmigungsverfahren beschleunigen

Künstliche Intelligenz, Datenfluss auf der Baustelle und digitale Prozesse – das waren die Themen der bayerischen Staatsministerin Judith Gerlach.

Rollstuhl-Rugby und Mentaltrainer

Wie man sich trotz vieler Widerstände nach oben kämpft, erläuterte Sebastian Wächter humorvoll und eindringlich in seinem Vortrag „Barrierefreiheit im Kopf“. Der Mentaltrainer war nach einem Unfall querschnittsgelähmt. Er holte das Abitur nach, studierte Wirtschaftsmathematik und wurde erfolgreicher Sportler. Wächter wurde Nationalspieler beim Rollstuhl-Rugby, einer Sportart, bei der es körperlich extrem zur Sache geht.

Johannes Messer

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 10.2022.

Ewald Kreuzer, Alfons Hartl
Landesinnungsmeister A. Ewald Kreuzer (links) ehrte Alfons Hartl. (Quelle: DDH)
zuletzt editiert am 04.08.2022