Die Preise für Lattholz steigen immer noch. Foto: Mewa Quelle: Mewa
Die Holzpreise steigen immer noch. Quelle: Mewa

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10. May 2021 | Teilen auf:

ZVDH bestätigt: Steigende Holzpreise und Lieferengpässe

Seit Anfang 2021 sind drastisch steigende Holzpreise zu beobachten, begleitet von langen Lieferfristen. Immer mehr Handwerksbetriebe (Zimmerer, Schreiner, Dachdecker usw.) berichten, gar kein Holz mehr zu erhalten. Vor allem Dachlatten zum Aufbau von Dachstühlen sind betroffen, aber auch Schalholz. Umfragen unter 7.000 Dachdecker-Innungsbetrieben (mit über 1.100 Rückmeldungen) belegen das ganz konkret: Beim Lattholz meldeten rund 60 % der Betriebe eine Preissteigerung von mehr als 50 %, vereinzelt wurde sogar eine Verdreifachung des Preises beobachtet. Rund 30 % gaben Preissteigerungen im Rahmen von 30- 50 % an. Beim Schalholz meldeten 45 % der Betriebe eine Preissteigerung bis zu 50 %. Ein Fünftel der Betriebe beklagten Preissteigerungen von über 50 %. Primär geht es um Fichtenholz, das überwiegend für den Aufbau von Dachstühlen verwendet wird.

"Wichtig ist, dass dieses Faktenblatt nur eine Momentaufnahme sein kann. Vor allem ist zu berücksichtigen, dass es zum einen regionale Unterschiede gibt, aber auch, dass zahlreiche der beteiligten Akteure ganz unterschiedliche Positionen einnehmen. Dies alles erschwert eine abschließende Bewertung. So agieren kleine familiengeführt Sägewerke anders als große, so ist bei den Besitzverhältnissen des Waldes zu unterscheiden, ob es sich um Privatbesitz oder Staatseigentum handelt. Das bedeutet aber auch, dass es teilweise zu widersprüchlichen Aussagen kommen kann. Und auch, dass es keine einfache Lösung gibt. Unser Faktenblatt will helfen, eine sachliche und faktenbasierte Diskussion zu führen", so Claudia Büttner, Pressesprecherin des ZVDH.

Die Holzkrise hat auf viele verschiedene Faktoren:

1. Hohe Nachfrage nach Holz, vor allem aus Nordamerika.
2. Starker Wintereinbruch in den USA -> es wurde weniger Holz geschlagen.
3. Pandemiebedingt hatten einige US-amerikanische Sägewerke geschlossen -> Rückgang der Holzverarbeitung.
4. Große Vernichtung von Kanadas Fichtenwäldern durch Schädlinge -> damit fällt ein großer Holzlieferant weitgehend aus. USA bezieht statt 15 % nur noch 10 % Holz aus Kanada. Seit 5 Jahren geht dort die Holzernte radikal zurück.
5. Noch nicht komplett aufgelöste Handelsbeschränkungen zwischen USA und Kanada.
6. Insgesamt herrscht weltweit ein Bauboom und Renovierungsprojekte werden vorangetrieben. Hohe inländische Holznachfrage durch Bauboom, niedrige Zinsen, attraktive Fördermittel, aber auch durch Forcieren des Bauens mit Holz (nachhaltiger Baustoff). Große Nachfrage bei privaten Bauherren nach energetischen Gebäude-Sanierungen.
7. Im Jahr 2020 wurden in den deutschen Wäldern 80,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Damit erreichte der Holzeinschlag einen neuen Rekordwert: Nie zuvor seit der deutschen Vereinigung ist in Deutschland mehr Holz geschlagen worden als 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg der Holzeinschlag damit noch einmal um 16,8 % gegenüber dem bisherigen Höchstwert von 68,9 Millionen Kubikmetern im Jahr 2019. Aber: Deutsche Wälder sind stark geschädigt. Die Menge des aufgrund von Waldschäden eingeschlagenen Holzes ist deutlich gestiegen: Von 46,2 Millionen Kubikmetern Schadholz (2019) auf 60,1 Millionen Kubikmeter (2020), das sind 30 % mehr. Damit hat sich der Schadholzeinschlag seit 2017 fast verfünffacht. Die Holzartengruppe „Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz“ hat am gesamten Schadholzeinschlag einen Anteil von 88,9 %. Schäden durch Insekten waren 2020 für den Einschlag von 43,3 Millionen Kubikmetern und damit 72,0 % des Schadholzeinschlages verantwortlich, weitere 16,9 % entstanden durch Wind- und Sturmschäden. Die enormen Einschlagsmengen und das erhöhte durch Insekten verursachte Schadholzaufkommen unterstreichen eine in den letzten Jahren häufig thematisierte problematische Entwicklung: Der Borkenkäfer verbreitet sich rasant in heimischen Wäldern und befällt dabei vorrangig Fichten. (Quelle: Holzeinschlag erreicht 2020 aufgrund von Waldschäden neuen Rekordwert - Statistisches Bundesamt (destatis.de); 15. April 2021)
8. Absturz des Fichtenholzpreises (2019/2020) durch den Schadholzanfall. Der Markt wurde ab 2018 mit Fichtenholz überschwemmt. Die Absatzmöglichkeiten, zum Teil auch der Corona-Krise geschuldet, waren eingeschränkt, sodass Fichtenholz weniger nachgefragt wurde. Einige Firmen haben sich auf Exportholz spezialisiert, das in Containerlängen aufgearbeitet und zum Beispiel nach Ostasien verschifft wurde. 2020 zeigte sich eine große Nachfrage aus China, die aber bereits Ende 2020 wieder abgeflaut ist. Von Januar bis Juni 2020 exportierte Deutschland 4,2 Mio. Fm Nadelsägerundholz, meldet das Statistische Bundesamt. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 bedeutet dies eine Steigerung um 43 %. Die hohen Ausfuhren waren vor allem der hohen Schadholzmenge in Deutschland geschuldet.
9. Hohe Auftragsvorläufe aufgrund witterungsbedingter Einschränkungen im 1. Quartal 2021, der beginnende Frühling und die beginnende Baumarkt-Saison (DIY-Bereich) verstärken die Inlandsnachfrage.
10. Corona bedingt haben 2020 einige Sägewerke in Deutschland aufgeben müssen, was die ohnehin hohe Konzentration der deutschen Sägeindustrie noch verschärft hat. Hohe Auslastung der Sägewerke (es steht genügend Rundholz zur Verfügung), die jedoch nicht reicht, dem sprunghaft gewachsenen Nachfrageanstieg hinterher zu kommen.
11. Die über die DIN 4074 hinausgehende „Veredelung“ von Bauschnittholz (Stichwort Konstruktionsvollholz) wirkt einschränkend. So hat die Verbände-Vereinbarung über Dachlatten aus Nadelholz mit CEZeichen aus dem Jahr 2015 bestimmte Qualitäts-Anforderungen an Dachlatten festgelegt, zum Beispiel, was die Lieferfeuchte angeht.
12. Zunehmende Bevorratung bei Hölzern jeglicher Art durch unterschiedliche Akteure (Spekulanten, Waldbesitzer, holzverarbeitende Betriebe) heizen die Nachfrage noch mehr an.
13. Forstschäden-Ausgleichsgesetz: Der Fichteneinschlag (Kein Schadholz) wird im Forstwirtschaftsjahr 2021 auf 85 % des Durchschnitts der Jahre 2013 bis 2017 begrenzt. Die Einschlagsbeschränkung gilt rückwirkend ab dem 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021. Damit sind steuerliche Vergünstigungen für Waldbesitzer verbunden.

Hohe Preise, aber Waldbesitzer gehen leer aus

Der Holzhunger der USA ließ die Preise für exportiertes Holz deutlich ansteigen und liegt für in die USA exportiertes Fichten-/Tannen-Schnittholz im Februar 2021 um 50 % höher als im Vorjahresmonat, gegenüber Februar 2019 sogar 66 % höher. Die Erzeugerpreise im Inland stagnieren dahingegen: Der Index der Erzeugerpreise der Produkte des Holzeinschlags aus den Staatsforsten (ohne Umsatzsteuer) war im Februar 2021 mit einem Stand von 72,7 (2015 = 100) um 0,4 % höher als im Vormonat (Januar 2021) und um 2,3 % niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat (Februar 2020). Die indexierten Preise für Stammholz und Stammholzabschnitte blieben mit einem Stand von 71,6 (2015 = 100) im Durchschnitt unverändert gegenüber dem Vormonat (Eiche Stammholz ± 0,0 %, Buche Stammholz +2,1 %, Kiefer +0,8 %, Douglasie +0,5 %; dagegen Fichte -0,5 %). Die Erzeugerpreise für Industrieholz sind im Durchschnitt um 1,2 % gestiegen (Nadelholz +4,1 %; dagegen Laubholz -1,3 %). (Quelle: Erzeuger­preise der Produkte des Holz­einschlags Februar 2021: -2,3 % gegenüber dem Februar 2020 - Statistisches Bundesamt (destatis.de))

Welche Maßnahmen werden gefordert?

1. Exportverbot von Holz: Im Januar und Februar lagen die deutschen Ausfuhren von Nadelschnittholz (inklusive Hobelware) mit 1,56 Mio. m³ auf dem Niveau der Vorjahresperiode: Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband erklärt: Aktuellen Zahlen zeigen, dass die Produktion von Holzprodukten auch im Februar mit einem Plus von mehr als 11 % nochmal deutlich gestiegen, der Export mit einer Steigerung von 0,7 % jedoch nahezu unverändert auf Vorjahresniveau geblieben ist. Insgesamt habe die Nadelschnittholzproduktion in Deutschland mit über 25 Mio. m3 (+8 %) im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. Die Branche fahre ihre Produktionskapazitäten seit Jahren aus, um Schadholz schnellstmöglich zu verarbeiten. Begrenzungen in der Schadholzaufarbeitung entstünden u.a. wegen unzureichender Möglichkeiten in Lagerung, Transport und Logistik. Manche Produkte erfordern zudem in der Herstellung frisches Holz. Einige Unternehmen seien zudem wegen der Einschränkungen durch das Forstschäden-Ausgleichsgesetz, das die Verfügbarkeit von Fichtenfrischholz in diesem Jahr limitiert, bezüglich Investitionen verunsichert. Insgesamt ist also kein Exportanstieg zu verzeichnen. Es gibt allerdings Verschiebungen bei den Abnehmerländern: Durch das gewaltige Corona-Hilfspaket der US-Regierung fließt offenbar auch ein Teil des Geldes in die US-Holzindustrie. Diese kann dann im Import sehr viel höhere Preise zahlen. So haben die Amerikaner allein in den ersten beiden Monaten 2021 rund 33 % mehr Nadelschnittholz aus Deutschland importiert und 22 % mehr Laubschnittholz. In beiden Bereichen ist Deutschland – deutlich nach Kanada – jetzt der zweitgrößte Lieferant. Die Exporte nach Österreich legten in diesem Zeitraum (Januar/Februar 2021) um 10 % auf 152.000 m3 und nach Frankreich um 9 % auf 143.000 m3 zu. Konstant blieben hingegen die Mengen in die Niederlande (142.000 m3 ) und nach Belgien (130.00m3 ). Die prozentual größten Zuwächse erzielte Deutschland mit einem Plus von 74 % auf 127.000 m3 in Richtung Großbritannien, während die Lieferungen nach Italien (86.000 m3 ; -11 %), China (79.000 m3 ; -46 %) und Indien (36.000 m3 ; -29 %) deutlich zurückgingen. Insgesamt wurde also nicht mehr Holz exportiert als in den Vorjahren. (Quelle: Noch mehr deutsches Schnittholz in die USA - forstpraxis.de; 27. April 2021 und Hohe Dynamik am Holzmarkt sorgt für Unruhe - forstpraxis.de; 3. Mai 2021)

2. Aufruf zum Sägestreik: Die deutsche Forstwirtschaft ruft zu Gegenmaßnahmen auf. Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, forderte die Waldbesitzer in Deutschland zum „Sägestreik“ auf und erklärt: Waldbauer erhalten im Schnitt zwischen 70 und 75 Euro pro Festmeter Fichtenholz. Später werde das Schnittholz für ein Vielfaches auf dem Weltmarkt weiterverkauft. Es sei genügend Holz da, man erlebe eine riesige Spekulationsblase. Einige wenige große Holzhandelskonzerne dominierten den Markt. (Quelle: Krach um Holzpreise: Waldbesitzer rufen zu „Sägestreik“ auf (agrarheute.com); 10. Mai 2021). Dies wiederum sieht die Arbeitsgemeinschaft Rohholz kritisch und sagt: „Forderung nach Einschlagsstopp sendet falsches Signal“. Aus Sicht der AG Rohholz trage dies eher dazu bei, den Markt weiter zu verunsichern. Panikkäufe verknappten das Angebot und die erhoffte Entspannung rücke in weite Ferne. (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Rohholz: "Forderung nach Einschlagsstopp sendet falsches Signal" (bauenmitholz.de))

3. Beschränkung des Einschlags von Fichten durch Verordnung rückgängig machen
Eine aktuell in Kraft getretene Verordnung schränkt den erlaubten Einschlag von Fichten deutlich ein. Durch sie wird der Fichteneinschlag im Forstwirtschaftsjahr 2021 auf 85 % des Durchschnitts der Jahre 2013 bis 2017 begrenzt. Die Einschlagsbeschränkung gilt rückwirkend ab dem 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021. Sie gilt für Holz, das nicht vom Borkenkäfer befallen ist. Das politische Instrument war gedacht, um den Markt zu beruhigen und die Preise zu stabilisieren nach dem sehr hohen Anfall von Schadholz in den vergangenen Jahren (Forstschäden-Ausgleichsgesetz). Die Auswirkungen werden wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 wirksam. Dann werden viele Forstbetriebe ihre Quote ausgeschöpft haben. Gleichzeitig zur hohen Marktnachfrage käme es dann zu einer künstlichen Verknappung des Rohstoffangebots.
Die Folge: die dramatische Lage auf dem Holzproduktmarkt könnte sich weiter verschärfen. Aber auch gibt es hier wieder zwei Meinungen, denn die Verordnung bringt Waldbesitzern auch Vorteile: Laut dem Beratungsunternehmen Ecovis bringt die Verordnung für Waldbesitzer steuerliche Erleichterungen: Zur Abgeltung der Betriebsausgaben dürfen Steuerpflichtige, die nicht buchführungspflichtig sind und den Gewinn nicht durch Bilanzierung ermitteln, im Jahr der Einschlagsbeschränkung 90 Prozent der Einnahmen abziehen. Außerdem gilt für alle Kalamitätsnutzungen für den Zeitraum der Einschlagsbeschränkung ein ermäßigter Steuersatz bei der Einkommensteuer. (Quelle: Beschränkung für Fichtenholzeinschlag 2021 bringen Steuererleichterung (ecovis.com); 12. April 2021)

Grafik 1: Ergebnisse der ZVDH-Umfrage April 2021. Beim Lattholz meldeten rund 60 % der Betriebe eine Preissteigerung von mehr als 50%, vereinzelt wurde sogar eine Verdreifachung des Preises beobachtet. 45 % Lieferanten hielten sich für einen Tag an das Angebot und rund 44% hielten ihr Angebot für eine Woche. Quelle: ZVDH-Umfrage, April 2021
Grafik 2: Holzeinschlag gesamt, Schadholzeinschlag. Quelle: ZVDH

Die Folgen

Der Holzmarkt ist zweigeteilt. Während die Holzpreise für Waldbesitzer nur ganz langsam steigen, verdienen viele Sägewerke und Exporteure richtig Geld. Auf der anderen Seite schlagen aktuell viele Waldbesitzer wegen der sehr niedrigen Preise viel weniger Holz als üblich. Das heißt: Der Markt ist extrem knapp versorgt und Holz ist derzeit Mangelware. Leidtragende sind neben den Waldbesitzern, die mit den sehr niedrigen Preisen zurechtkommen müssen, viele Handwerker und die heimische Bauindustrie, die auf das Bauholz angewiesen sind. Sie müssen für die überhaupt noch auf dem Markt verfügbare Ware oftmals sehr hohe Aufschläge zahlen. Lieferanten halten ihre Angebote oft nur noch tageweise, höchstens für eine Woche. Baustellenstopps, Kurzarbeit, verschobene oder stornierte Aufträge und Konventionalstrafen sind die direkten Folgen für Handwerksbetriebe. Auch bleiben die Betriebe auf den unvorhergesehenen hohen Kosten sitzen. Für Bauherren, also Verbraucher, wird Bauen teurer. Zudem ist die Energiewende in Gefahr, wenn im alten Gebäudebestand nicht genügend energetisch saniert werden kann. Ab 2022 will Russland ein Exportverbot für Rundholz in Kraft setzen. Das betrifft vor allem China, in geringerem Maße auch Finnland. China wird also zunächst seinen Rundholzbedarf von woanders her decken und mittelfristig auf Schnittholzimporte umstellen. Beides kann unter anderem aus Europa kommen. Das wird die Lage weiter verschärfen.

Was kann Abhilfe schaffen?

Die umfangreichen Ausführungen zeigen, dass einfache Antworten auf diese komplexe Problematik kaum möglich sind, zumal es regional auch zu unterschiedlichen Ausprägungen der Krise kommt. Am sinnvollsten scheinen daher Maßnahmen, wie regionale Runde Tische einzurichten, um gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen zu suchen.
1. Schneller Preisanstieg für Erzeuger
Helfen könnte ein rascherer Preisanstieg auf Erzeugerebene, der zumindest mittelfristig auch zu einem besseren Angebot führen würde. Dann würde es sich wieder lohnen, mehr Ware auf den Markt zu bringen. Waldbesitzer bestätigen, in diesem Winter wegen des niedrigen Holzpreises bis zu 80 % weniger Holz eingeschlagen zu haben als sonst.
2. Vorratskäufe im großen Stil vermeiden//Bestellungen kontingentieren
3. Regionale Runde Tische mit allen Akteuren der Krise gründen
- Handwerk (Innungen oder Kreishandwerkerschaften Dachdecker//Zimmerer)
- Kommunale Politiker
- Waldbesitzer
- Sägewerke
- Holzhandel
4. Politik sensibilisieren – Klimawende in Gefahr
Briefe an die zuständigen Bundes- und Landesminister, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Vor allem auch das wichtige Argument ansprechen, dass durch einen langfristigen Baustopp oder Verschieben von Sanierungen die Klimawende in Gefahr ist, denn die energetische Sanierung des Gebäudebestands trägt maßgeblich dazu bei.

Fazit

Politik und Verbände können das internationale Marktgeschehen weder kontrollieren noch regeln. Gemessen am weltweit benötigten Holzvolumen sind die inländisch nachgefragten Mengen so gering, dass selbst deren Bündelung keine Marktmacht hätte. Daher ergeben sich hieraus keine Anknüpfungspunkte. Damit laufen auch dahingehende Forderungen an die Politik, wie etwa die der Marktregulierung, ins Leere. Es ist momentan damit zu rechnen, dass die Marktturbulenzen noch eine Weile anhalten. Eine Beruhigung sollte in den nächsten drei bis sechs Monaten eintreten. Die Preise für Holz werden dann nicht auf ihr niedriges Niveau von Ende 2020 zurückfallen, sondern dauerhaft hoch bleiben.