Arbeitsschutz: Wenn die Temperaturen steigen, beginnt für viele Dachdecker die intensivste Zeit des Jahres. Doch mit jedem Sonnenstrahl wächst auch ein oft unterschätztes Risiko: UV-Strahlung. Was im Alltag positiv als „Sommergefühl“ wahrgenommen wird, ist auf dem Dach ein ernstzunehmender Gefährdungsfaktor mit langfristigen gesundheitlichen Folgen.
Hautkrebs zählt heute zu den häufigsten anerkannten Berufskrankheiten im Baugewerbe. Für Unternehmen ergibt sich daraus nicht nur eine Fürsorgepflicht, sondern auch ein klarer Handlungsauftrag im Arbeitsschutz.
Zwischen Vorschrift und Verantwortung
Laut Arbeitsschutzgesetz (§ 5 ArbSchG) sind Arbeitgeber verpflichtet, Gefährdungen systematisch zu beurteilen. Dazu gehört ausdrücklich auch natürliche UV-Strahlung. Ergänzend konkretisieren die Technischen Regeln für Arbeitsstätten sowie die Empfehlungen der BG BAU den Umgang mit solarer Belastung. Sie machen deutlich: UV-Schutz ist kein „Nice-to-have“, sondern Bestandteil eines ganzheitlichen Präventionskonzepts.
Die Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt dabei verschiedene Einflussfaktoren, die im Arbeitsalltag zusammenwirken. Neben physikalischen Einwirkungen wie UV-Strahlung und Hitze zählen dazu auch die Gestaltung und Einrichtung des Arbeitsplatzes, etwa auf ungeschützten Dachflächen. Ebenso relevant sind der Einsatz geeigneter Arbeitsmittel und persönlicher Schutzausrüstung sowie die Organisation von Arbeitsabläufen und -zeiten. Auch die Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten sind entscheidend, um Risiken richtig einzuschätzen und Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen.
Besonders relevant für Betriebe: Die BG BAU fördert Maßnahmen zum individuellen Sonnen- und Hitzeschutz finanziell. Dazu zählen neben organisatorischen Maßnahmen wie angepassten Arbeitszeiten auch persönliche Schutzausrüstungen einschließlich zertifizierter UV-Schutzkleidung. Für Dachdeckerbetriebe ergibt sich hier die Möglichkeit, Arbeitsschutz und Wirtschaftlichkeit zu verbinden.
Mehr als Sonnencreme: Schutz beginnt bei der Kleidung
In der Praxis zeigt sich: Sonnencreme allein reicht auf dem Dach nicht aus. Schweiß, mechanische Belastung und lange Einsatzzeiten reduzieren ihre Wirksamkeit erheblich. Textiler UV-Schutz gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung.
Die Kollektion von Fristads setzt hier an. Arbeitskleidung nach EN 13758-2 mit einem UV-Schutzfaktor (UPF) von 40+ bietet zuverlässigen Schutz vor schädlicher Strahlung, und das dauerhaft über den gesamten Arbeitstag hinweg. Besonders für Dachdecker relevant: langärmelige Oberteile, Poloshirts und Warnschutzkleidung, die speziell für den Einsatz im Außenbereich entwickelt wurden.
Neben der Schutzfunktion spielt der Tragekomfort eine entscheidende Rolle. Atmungsaktive Materialien sorgen für ein ausgeglichenes Körperklima, auch bei hohen Temperaturen und körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten. Gleichzeitig bleiben die Gewebe robust genug für den Baustellenalltag. Ein entscheidender Faktor auf dem Dach, wo Materialbeanspruchung zur Tagesordnung gehört.
Textiler UV-Schutz in der Praxis
Ein Beispiel für die Umsetzung textilen UV-Schutzes sind langärmelige Warnschutzshirts wie das High Vis T-Shirt Langarm, Kl. 2 7457 THV, das neben der Sichtbarkeit auch einen definierten Schutz vor UV-Strahlung bietet. Für den Tragekomfort bei sommerlichen Temperaturen sorgt die hohe Atmungsaktivität und das weiche Baumwollmaterial auf der Innenseite. Entsprechende Modelle erfüllen sowohl die Anforderungen der EN ISO 20471 für Warnschutz als auch der EN 13758-2 mit einem UV-Schutzfaktor von 40+.
Auf den ersten Blick mögen langärmelige Oberteile bei hohen Temperaturen ungewohnt erscheinen. In der Praxis können sie jedoch dazu beitragen, die Haut direkt vor Sonneneinstrahlung zu schützen und so die Hitzebelastung sogar zu reduzieren. Leichte, atmungsaktive Materialien unterstützen den Feuchtigkeitstransport und sorgen dafür, dass sich kein Wärmestau bildet. Für einen umfassenden UV-Schutz ist jedoch entscheidend, möglichst viel Hautfläche abzudecken. Dazu gehört neben langärmeligen Oberteilen auch das Tragen langer Hosen, wie etwa der High Vis Green Stretchhose Kl. 2 2645 GSTP von Fristads. Sie verbindet Schutz mit Bewegungsfreiheit und ist auf die Anforderungen im Arbeitsalltag auf der Baustelle ausgelegt.
Ganzheitlicher Ansatz: UV-Schutz als TOP-System
Wirksamer UV-Schutz endet jedoch nicht bei der Kleidung. Experten empfehlen ein Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen:
- Technisch: Beschattung, wenn möglich (zum Beispiel bei stationären Arbeiten)
Gerade Dachdecker profitieren von integrierten Lösungen. Moderne Kollektionen kombinieren UV-Schutz mit Warnschutzfunktionen und nachhaltigen Materialien. Viele Produkte bestehen anteilig aus recyceltem Polyester und erfüllen zugleich Anforderungen an Industriewäsche und Langlebigkeit – wichtige Aspekte für Betriebe, die auf Wirtschaftlichkeit achten müssen.
Von der Kür zur Pflicht im Arbeitsschutz
Mit steigender UV-Belastung durch klimatische Veränderungen wird das Thema weiter an Bedeutung gewinnen. Für das Dachdeckerhandwerk bedeutet das: UV-Schutz entwickelt sich vom saisonalen Zusatzthema zum festen Bestandteil moderner Arbeitssicherheit. Betriebe, die frühzeitig handeln, profitieren gleich mehrfach: Sie reduzieren gesundheitliche Risiken, erfüllen gesetzliche Anforderungen und stärken ihre Arbeitgeberattraktivität. Denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wird sichtbar gelebter Arbeitsschutz zunehmend zum Wettbewerbsfaktor.
Mehr Sicherheit durch integrierten UV-Schutz
UV-Strahlung ist eine unsichtbare, aber reale Gefahr auf dem Dach. Die Kombination aus gesetzlichen Vorgaben, steigenden Berufskrankheitszahlen und Fördermöglichkeiten durch die BG BAU macht deutlich: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu handeln. Moderne UV-Schutzkleidung bietet dabei eine praxisnahe und sofort umsetzbare Lösung – und wird zum neuen Standard im Arbeitsschutz.
