Korrekt montierte Rollläden, Dachfenster-Apps und Bonusprogramme, – diese Dachfenster-Themen packte Velux beim Praxistag im Schulungszentrum Düsseldorf an.
Statt auf der Baustelle mit Fehlersuche und Nachbesserungen beschäftigt zu sein – Rollladen falsch verkabelt, Dachfenster-App, die keiner bedienen kann, Kunde unzufrieden –, holte Velux Ende September Dachdecker ins Schulungszentrum an der Fichtenstraße. Am Nachmittag ging es weniger um Broschüren als um Handwerk: Im Zentrum stand die Frage, wo Dachdeckern im Arbeitsalltag regelmäßig Zeit oder Know-how fehlt.
Rund 100 Dachdecker folgten der Einladung. Nach der Begrüßung sorgten Foodtruck, kostenfreie Getränke und eine Tattoo-Aktion für eine lockere Rahmenkulisse – der eigentliche Kern der Veranstaltung lag jedoch in drei Schulungsblöcken, die jeweils zweimal angeboten wurden. So konnten die Teilnehmenden möglichst alle Themen mitnehmen.

Rollladen-Einbau, der später keine Reklamation verursachte
Praktisch wurde es bei der sogenannten Putzstellung – jener Position, in der sich die Flügel zur Reinigung öffnen lassen. Die Bedienung von innen und außen wurde direkt am Objekt demonstriert, inklusive Hinweisen auf mögliche Unfallquellen für den Dachdecker selbst: „Wir stellen die Flügel primär in die Putzstellung oder kurz davor. Von drinnen macht das einer, von draußen der andere – dann seht ihr beide Varianten. Uns ist wichtig, hier in der Praxis mögliche Gefahren auszuräumen, und zwar für den Handwerker, nicht für den Rollladen", so ein Trainer.
Auch die Bedienung von außen und die richtige Positionierung der Flügel kamen zur Sprache: „Das geht auch von außen. Aber der Flügel passt nur in einer bestimmten Position, und wenn er schon in der Putzstellung steht, hält er sich unter Umständen schon von allein", so der Trainer.
Ziel des Blocks war ein Einbau, der beim ersten Versuch sitzt – ohne zweiten Werkstatttermin und ohne zusätzliches Unfallrisiko für den Dachdecker.

Automatisierung ohne Rätselraten
Ein weiterer Themenblock widmete sich der Automatisierung und Steuerungstechnik rund ums Dachfenster. Neben typischen Fehlerquellen bei der Verkabelung und Inbetriebnahme stand die verständliche Bedienbarkeit im Fokus – damit die App nicht zum Rätsel wird und der Kunde das System später selbständig nutzen kann.
Der dritte Block verließ die reine Montage-Ebene und rückte die kaufmännische Seite in den Fokus: Im „Expertenprogramm & Bonussystem“ erfuhren die Betriebe, wie sie sich über zertifizierte Partnerschaften zusätzliche Vorteile und Vergütungen sichern können.

Netzwerk statt Einzelkämpfertum
Neben den Schulungen bot ein Infostand des Dachdeckerverbands Nordrhein Gelegenheit, sich zu Verbandsthemen und aktuellen branchenpolitischen Entwicklungen auszutauschen. Gerade weil Fachkräftemangel und steigender Termindruck viele Betriebe zu Einzelkämpfern machten, war der informelle Austausch zwischen Kollegen – bei Burger und kühlen Getränken – für zahlreiche Teilnehmende mindestens so wertvoll wie die Schulungsinhalte selbst.

Der Praxistag von Velux machte deutlich, wo es im Dachdeckeralltag am häufigsten haperte: bei der korrekten Montage und Sicherheit der Bedienung, bei der Digitalisierung der Steuerungstechnik und bei der wirtschaftlichen Einordnung von Partnerprogrammen. Mit den drei Schulungsblöcken gab es konkrete Antworten auf genau diese Baustellen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
