Eine Drohne fliegt am Himmel bei Sonnenuntergang.
Zeitrafferfotografie einer fliegenden Drohne (Quelle: George Kroeker)

Digitalisierung 2026-03-10T09:03:05.625Z Mit der Drohne in Sicherheit

Drohnen: Mit dem professionellen Einsatz aus der Luft steigen auch die Anforderungen an Verantwortung und Absicherung. Wir erläutern, welche Rolle die gewerbliche Drohnenhaftpflichtversicherung spielt und worauf Betriebe bei der Auswahl achten sollten.

Die Nutzung von Drohnen hat das Dachdeckerhandwerk in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. War die Anwendung noch vor Kurzem lediglich auf einfache Fotodokumentationen begrenzt, so gehören Multicopter mittlerweile zu den unverzichtbaren Werkzeugen des modernen Handwerks. Durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gestalten Drohnen Arbeitsprozesse effizienter, sicherer und präziser. Ob zur Erstellung digitaler Aufmaße mittels 3D-Vermessung, zur thermografischen Inspektion oder zur umfassenden Dokumentation von Baufortschritten – Drohnen stehen im Mittelpunkt einer innovativen und zukunftsweisenden Arbeitsweise.

Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Technologie bringen jedoch auch eine besondere Verantwortung mit sich, die bei der gewerblichen Nutzung von Drohnen nicht vernachlässigt werden darf: der Abschluss einer speziellen Drohnenhaftpflichtversicherung. Bereits gesetzlich vorgeschrieben, schützt sie vor existenziellen Risiken und Kosten im Schadensfall, und Unternehmen sollten bei der Wahl einer solchen Police auf einige kritische Punkte achten.

Warum ist eine Drohnenhaftpflichtversicherung wichtig?

Gewerbliche Drohnenflüge bergen, trotz aller Vorteile, nicht zu vernachlässigende Risiken. Ein unkontrollierter Absturz, Schäden an fremdem Eigentum oder Verletzungen Dritter können massive Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Insbesondere bei Personenschäden können medizinische Behandlungskosten und Schadenersatzansprüche schnell enorme finanzielle Belastungen darstellen. Bevor eine Drohne abheben darf, ist deshalb eine spezielle Drohnenhaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben.

Worauf es bei der Wahl der Versicherung ankommt

Beim Abschluss einer gewerblichen Drohnenhaftpflichtversicherung sollten Unternehmen mit Bedacht vorgehen und auf folgende Kernpunkte achten:

1. Gewerbliche Nutzung

Die Police muss explizit den gewerblichen Drohneneinsatz abdecken. Hierbei sind Tätigkeiten wie Vermessungen, Inspektionen und Aufmaßarbeiten typisch. Der reine Schutz für private Nutzung ist unzureichend und rechtlich nicht zulässig.

2. Schutz vor Schadenersatzforderungen

Wenn eine Drohne im Betrieb Schäden an Dritten oder deren Eigentum verursacht, haftet der Betreiber. Eine umfangreiche Versicherung deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab und schützt vor hohen Kosten, zum Beispiel bei medizinischen Behandlungen und Schadenersatzansprüchen infolge von Personenschäden.

3. Mitarbeiter und Fremdpiloten

Die Versicherung muss für alle involvierten Personen gelten – sei es eigenes Personal oder externe Piloten. Diese sollten umfassend abgesichert sein, um Rechts- und Haftungsrisiken zu minimieren.

4. Deckungssumme

Die gesetzliche Mindestdeckungssumme reicht oft nicht aus, um größere Schäden zu kompensieren. Es empfiehlt sich daher, eine Deckungssumme im Millionenbereich zu wählen, um beispielsweise Schäden an Gebäuden oder Personen sicher abzufangen.

5. Einsatzort

Flüge über bebautem Gelände, in Industriegebieten oder in der Nähe von Flughäfen (mit entsprechender Genehmigung) sollten mitversichert sind. Auch Auslandsflüge sollten explizit eingeschlossen sein.

6. Technische Flugvarianten

Moderne Drohnen können verschiedene Flugmodi wie FPV (First-Person-View), Way-Point- oder Follow-Me-Modus nutzen. Diese Funktionsweisen und Techniken sollten im Versicherungsumfang berücksichtigt und abgedeckt sein.

7. Maximale Abflugmasse (MTOW)

Die Versicherung muss das maximale Startgewicht der Drohne inklusive Zusatzgeräten und Nutzlast berücksichtigen. Besonders bei Anwendungen wie Thermografiekameras oder Sprühsystemen sollte die Versicherungsdeckung speziell darauf abgestimmt sein.

8. Steuerung und Technik

Schäden durch Pilotenfehler, automatisierte Systemausfälle oder den Einsatz von Sonderausrüstung müssen durch die Police abgedeckt werden. Gerade hochspezialisierte Anwendungen bringen potenziell größere Risiken mit sich.

9. Mitführung von Arbeitsgeräten

Wer mit der Drohne zusätzliche Arbeiten, wie die Ausführung von Reinigungs- oder Sprüharbeiten, plant, sollte sicherstellen, dass diese Einsätze im Versicherungsumfang enthalten sind.

Eine Drohne mit Fernbedienung liegt auf einem orangefarbenen Landeplatz.
Drohne bereit für den Baustelleneinsatz. (Quelle: Shalom de León)

Beispiel: Gewerbliche Drohnenhaftpflichtversicherung mit umfassendem Schutz

Ein Anbieter wie helden.de bietet praxisnahe Lösungen für die gewerbliche Nutzung von Drohnen:

  • Abdeckung von Personen-, Sach- und Vermögensschäden bis zu einer Deckungssumme von zehn Millionen Euro.
  • Mitversicherung von Umweltschäden.
  • Absicherung von bis zu zehn Drohnen in einem Vertrag und flexible, tägliche Wechselmöglichkeiten zwischen diesen.
  • Schnelle und unkomplizierte Abwicklung inklusive Versicherungsnachweis in wenigen Minuten.

Rechtliche Rahmenbedingungen: Voraussetzung für den Versicherungsschutz

Um im Schadensfall abgesichert zu sein, müssen die rechtlichen Vorgaben für Drohnenflüge streng eingehalten werden. Dazu zählen beispielsweise Überflugerlaubnisse, Vorgaben zu Flughöhen und Gebietsgrenzen sowie spezifische Genehmigungen für den gewerblichen Einsatz. Versicherungen haften grundsätzlich nur bei erlaubten, rechtskonformen Flügen.

zuletzt editiert am 10. März 2026